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Fasnetsküchle und Krapfen

Ursprung in der Fastnacht

Fasnetsküchle und Krapfen

Fasnetsküchle und Krapfen gehören in Süddeutschland seit Jahrhunderten fest zur närrischen Zeit. Beide Gebäcke sind klassische Fettbackwaren und haben ihren festen Platz zwischen Dreikönigstag und Aschermittwoch. 

Ursprung in der Fastnacht

Historisch lassen sich Fasnetsküchle und Krapfen bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Die Fastnacht markierte den Beginn der vorösterlichen Fastenzeit, in der tierische Fette, Eier und Milchprodukte nicht erlaubt waren. Um diese wertvollen Zutaten vor der Fastenzeit aufzubrauchen, wurden besonders gehaltvolle Speisen zubereitet. Fettgebackenes eignete sich dafür ideal – nahrhaft, haltbar und sättigend.

Während der Krapfen meist rund geformt und oft gefüllt war, wurden Fasnetsküchle ausgerollt und ausgestochen sowie anschließend im heißen Fett schwimmend gebacken. Die Form hatte dabei weniger ästhetische als praktische Gründe: Dünner Teig war schneller durchgebacken und benötigte weniger Fett.

Regionale Vielfalt

Im süddeutschen Raum tragen die Gebäcke viele Namen: Fasnachtsküchle, Fastnachtskiechle, Küchla oder Schmalznudeln. Der Krapfen ist in manchen Regionen auch als Berliner oder Pfannkuchen bekannt, wobei Füllung und Teigführung variieren. Allen gemeinsam ist ein weicher Hefeteig und das Ausbacken in Fett.

In manchen Gegenden galt ein besonders großes oder schön aufgegangenes Fasnetsküchle als Zeichen für ein gutes Backjahr. Misslang das Gebäck, wurde dies scherzhaft als schlechtes Omen gedeutet.

Wann ist das Fett heiß genug? 

Ein traditioneller Test für die richtige Fett-Temperatur ist bis heute gebräuchlich: Ein Holzlöffelstiel wird ins Fett gehalten – steigen kleine Bläschen auf, kann gebacken werden. Thermometer waren früher Luxus.

 

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